Schöne Neue Welt: 2016

Schöne Neue Welt

In unserer Theaterproduktion in der Saison 2015/16 inszenierten wir den Roman Schöne Neue Welt von Aldous Huxley. Den bereits 1932 geschriebenen Roman (im Original: Brave New World) haben wir für die Bühne adaptiert und angepasst. In einer grossen, gemeinsamen Anstrengung inszenieren und proben wir das Stück, stellen das Bühnenbild und Kostüme selber her und produzieren unsere eigene, zum Stück passende Musik.

Inhalt

Erstes Bild: im ersten Bild wird die nach Huxley erdachte "Schöne Neue Welt" dargestellt. In eigener Interpretation versuchen wir zu zeigen, wie diese Welt aussehen könnte. Im Konditionierungscenter erfährt der Zuschauer den Entstehungsprozess der Menschen aus der Neuen Welt. Hier begegnen wir auch bereits den meisten Hauptfiguren.
Die Menschen leben, in Kasten aufgeteilt, ein beziehungsloses ungehemmtes und emotionsloses Leben, in dem "jeder jedem gehört". Man nimmt sich und wechselt seine Partner wie es einem gerade beliebt; Kinder werden künstlich erzeugt, und dazu erzogen, oder besser: konditioniert, wofür sie und ihre Arbeitskraft vorgesehen sind. Die unentrinnbare soziale Prädestination ist eine der vom Leiter des Centers erwähnten grossen Errungenschaften der Neuen Welt.
Wie alles begann und funktioniert erklärt unter anderem auch der grosse World-Controller Mustapha Mond. Neben ihm und dem Leiter des Centers treten auf Henry Foster, der Leiter der Befruchtungsstation und Bernard Marx, Hypnopäde, vorübergehender Partner von Lenina Crowne, einer einfachen Beta-Arbeiterin auf der Station und wichtige Schlüsselfigur im weiteren Verlauf der Geschichte.

Zweites Bild: Bernard Marx und seine Freundin Lenina machen sich auf den Weg, die Vorläufer der Neuen Welt zu erkunden – aus rein wissenschaftlichem Interesse. Dabei gelangen sie in ein hinter elektrischen Zäunen abgetrenntes Reservat, in dem die Menschen der alten, nicht-zivilisierten Welt leben. Es sind sogenannte Wilde, die Dinge wie Familie, Emotionen, Religion und Kunst noch kennen, aber aufgrund ihrer Ausgegrenztheit eine eigene Mischform all unserer Kulturvorläufer und heutiger Kulturgüter gebildet haben.
Im Reservat treffen Marx und Lenina auf die Wilde Linda, die dort mit ihrem Sohn John in Elend und Armut lebt. Die Geschichte kommt langsam in Fahrt und die Verstrickungen zwischen der Schönen Neuen Welt und den Ausgegrenzten aus dem Reservat nehmen ihren Lauf.

Drittes Bild: Linda und John werden von Bernard Marx in die Neue Welt mitgenommen. Dort sind sie zwar vollkommen fehl am Platz, aber dafür sind sie ein interessantes Forschungs- und Anschauungsobjekt für die Menschen aus der Zivilisation.
Wie es das Schicksal will, beginnt sich eine verworrene Liebesbeziehung zwischen dem Wilden John und der Arbeiterin Lenina zu entwickeln. In dieser Welt, in der die Hervorbringung technologischer Neuerungen an die Stelle menschlicher Entwicklung und Beziehungen gestellt wurde, scheint schlussendlich dennoch vieles von einzelnen Menschen, die selbständig denken können und ein lebendiges Herz haben, abhängig zu sein. Das führt aber zu unvorhersehbaren und unerwünschten Entwicklungen...

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